Grenzenloses Europa

Es ist wie immer: Wurde etwas Schreckliches verhindert, unterschätzen die Menschen die Gefahr im Nachhinein und denken, es sei alles schief gelaufen, weil die Kosten dafür so enorm nerven. Die Bewegungsfreiheit innerhalb Europas ist etwas, worauf die Menschen im Moment lieber verzichten wollen, um nicht unfreiwillig helfen zu müssen. Wer aber einmal durch die Auvergne in Frankreich gefahren ist, oder – wie nebenbei – herausgefunden hat, dass das Kolosseum in Rom nur eines von Vielen ist, welche sich über sämtlichen Städte Italiens und einen Großteil Europas verteilen, weiß, welche kulturelle Schatzkiste auch ihm gehört und wovon er ein Teil ist. So viel, wie es uns möglich ist selbst zu erleben und zu erfahren, kann die Druckerpatrone hp gar nicht an Informationen aus dem Internet und anderswo ausdrucken.

Diese Aussagen beziehen sich nicht nur auf Ländergrenzen. Viele dieser Linien auf der Karte werden durch den langsamen Übergang der Regionen ad absurdum geführt. Ein bisschen so, als hätte man endlich soviel Zeit, um dieselbe zu vergessen. Man wird nach dem Wochentag gefragt und er fällt einem nicht auf Anhieb ein. So kann es geschehen, das man sich auf einer Durchfahrt in Europa sich plötzlich fragt, in welchem Land man sich gerade befindet. Allenfalls die noch nicht ganz gleichmäßige Abdeckung von EC Kartenterminal lässt einen dann stutzen. Ein wirklich erhebendes Gefühl.

Wer trotzdem noch Grenzen sehen möchte, vielleicht weil er es als Abschluss vom Alltag braucht, sollte die Gelegenheit nutzen, um eines der künftigen EU-Beitrittsländer zu besuchen. Wer sich eh gerade an der Adria aufhält, dem sei ein Besuch in Kroatien nahe gelegt. Die wunderschöne östliche Adriaküste bietet herrliche Küstenstreifen mit kristallklarem Wasser und eine Kultur, die einer Mischung aus mediterranen, mittel-europäischen und leichten islamischen Elementen entspricht. Da die Infrastruktur nur teilweise sehr gut ausgebaut ist, existieren auch noch unberührte Flecken auf der Karte. Europa incognita!

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